Versicherungen News
Dienstag, 26. März 2013
Montag, 25. März 2013
Dienstag, 30. Juni 2009
Österreich: SMS-Warnung von Versicherungen
In Österreich warnen Versicherungen ihre Kunden vor drohendem Unwetter per SMS und geben gleichzeitig noch Empfehlungen für entsprechende Schutzmaßnahmen, berichtet die Ansahl Consulting GmbH.
Die Versicherungen, vor allem jene, die Wohngebäudeversicherungen anbieten, wollen mit dem Service der frühzeitigen Unwetterwarnung die Anzahl der durch das Unwetter hervorgerufenen Schäden reduzieren. Alleine am Montag wurden laut Ansahl mehr als 120.000 österreichische Kunden der Raiffeisen Versicherung und der UNIQA Sachversicherung AG per SMS oder E-Mail gewarnt, nachdem in den Tagen zuvor sintflutartige Regenfälle mit teilweise über 200 Liter Wasser pro m² heruntergekommen sind.
Das Warnsystem per SMS ist nicht neu. Die UNIQA nutzt dieses System schon seit 2004 und hat seitdem den Angaben zufolge bereits über 14 Millionen SMS verschickt. Auch bei den Versicherten scheint der Service gut anzukommen, immerhin nutzen ihn bei Raiffeisen, UNIQA und der Salzburger Landesversicherung schon 270.000 Kunden. In diesem Monat startet auch die Wiener Städtische Versicherung mit einem Unwetterwarndienst per SMS. Basierend auf den Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sollen die Kunden die Warnung zwischen sechs Stunden und 30 Minuten vor dem Unwetter per SMS erhalten, so Ansahl.
Tchibo Haftpflichtversicherung im Test
Die Stiftung Warentest hat die von Kaffeehändler Tchibo angebotene Haftpflichtversicherung der Asstel für Singles und Familien genauer unter die Lupe genommen und kommt zu einem durchaus positiven Ergebnis mit einigen Abstrichen.
Die Haftpflichtversicherung von Asstel kostet bei Tchibo 36,46 Euro für Ledige und 58,89 Euro für Familien, was laut Stiftung Warentest sehr günstig ist. Die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden liegt bei 5 Millionen Euro - durchaus ausreichend, so die Stiftung Warentest. Alle Leistungen, die eine gute Haftpflichtversicherung beinhalten sollte, werden auch von der Asstel-Versicherung übernommen, darunter typische Schäden wie die durch Schlüsselverlust (bis 15.000 Euro) oder die von Kindern unter sieben Jahren verursacht werden (ebenfalls bis 15.000 Euro).
Es gibt jedoch auch Risiken, die in der Police nicht enthalten sind. Dazu gehören Schäden, die bei Gefälligkeiten verursacht werden oder Schäden an ausgeliehenen, gemieteten oder gepachteten Gegenständen. Tchibo wirbt mit einem Schadensfreiheitsrabatt von 30%, doch die Warentester erklären, dass es sich hierbei eigentlich nur um einen 10%igen Nachlass handelt, da auch Neukunden, die eine Police direkt bei Asstel abschließen, ebenfalls 20% Nachlass erhalten, sofern sie in den beiden vorherigen Jahren keinen Schaden verursacht haben.
Nachteilig an der Tchibo-Asstel-Police ist die Rückstufung nach einer Schadensmeldung mit daraus resultierendem Anstieg des Jahresbeitrags. Was bei der Kfz-Versicherung üblich ist, ist laut Stiftung Warentest bei der Haftpflichtversicherung eher selten zu finden.
Beiträge zur Unfallversicherung könnten steigen
Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erklärte gegenüber der “Deutschen Handwerks-Zeitung”, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Unfallversicherung bei weiterhin schrumpfender Wirtschaft wahrscheinlich nicht gehalten werden kann. Er betonte jedoch, dass eine mögliche Erhöhung den Satz von 1,5% nicht überschreiten würde, selbst dann nicht, wenn drei Jahre hintereinander ein negatives Wirtschaftswachstum kommen sollte.
Im letzten Jahr senkte die DGUV ihren durchschnittlichen Beitragssatz auf 1,26% pro 100 Euro Lohnsumme, das war der niedrigste Stand seit Bestehen der gesetzlichen Unfallversicherung. Wie der Name schon sagt, ist der durchschnittliche Beitragssatz nur ein Mittelwert über alle Branchen hinweg. Je nach Branche und damit verbundener Risikobelastung der Arbeitnehmer variiert dieser Prozentsatz. So liegt er bei 0,5% bei Verwaltungsberufen und rund 8% bei Gerüstbauern, erklärt die “Deutsche Handwerks-Zeitung”.
Breuer zufolge sind die Kosten der Gesetzlichen Unfallversicherung im letzten Jahr auf 9,26 Milliarden Euro angestiegen, das sind Mehrkosten von 236 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verteilte sich das Umlagesoll laut Breuer auf einer deutlich höheren Lohnsumme, was auf die gestiegene Beschäftigung zurückzuführen war.
Lange Bearbeitungszeit bei Beschwerden
Wie der Wettbewerb “Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister 2009″ ergab, lassen sich Versicherungen zur Bearbeitung von Kundenbeschwerden viel Zeit. So benötigen zwei Drittel der getesteten Versicherung mehr als drei Tage um eine Beschwerde zu bearbeiten und bei zwei von zehn Versicherungen beträgt die Bearbeitungszeit sogar mehr als zwei Wochen.
An der von der Universität St. Gallen, der Steria Mummert Comsulting, dem Handelsblatt und Service Rating durchgeführten Untersuchung nahmen 94 Unternehmen teil. Unter den ersten Zehn konnte sich nur eine Privatversicherung, die Cosmos Direkt, aber drei gesetzliche Kassen (Gmünder Ersatzkasse, AOK Schleswig-Holstein und Siemens Betriebskrankenkasse) platzieren. Die Unternehmen auf den ersten 10 Plätzen benötigten Medienberichten zufolge maximal drei Tage, bis eine Reklamation erfolgreich abgewickelt ist. Dieses Engagement lohnt sich, denn ein gutes Beschwerdemanagement zahlt sich in Form von Kundenbindung wieder aus.
Kritikwürdig ist auch die Erreichbarkeit der Unternehmen, die sich in vielen Fällen als mangelhaft darstellte. So müssen Kunden häufig fünf Telefonversuche starten, bis sie tatsächlich eine Antwort auf ihre Frage erhalten, zeigte die Studie. Diese Erfahrungen tragen nicht gerade zur Kundenzufriedenheit bei und erhöhen die Wechselbereitschaft der Versicherten. Um dem entgegenzuwirken, investieren immer mehr Versicherungen (7 von 10) in Kundenrückgewinnungsprogramme, allerdings sind die Kosten für die Akquise eines Neukunden etwa fünfmal so hoch wie die für den Erhalt eines bestehenden Kunden, heißt es bei Steria.